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Landschaftlich und Kulturell nur Superlativen
Ein Rundwanderwerg, der den Trubachtal- und den Frankeweg verbindet.
Ausgangspunkt dieser Wanderung ist Untertrubach. Da hier ein Rundwanderweg beschrieben ist, kann von jedem Rastplatz, Wirtshaus oder sonstigen Einstiegspunkten der Weg beschritten werden. Wir stellen unser Auto am Wanderparkplatz Haselstauden oder in Untertrubach ab und wandern in östlicher Richtung dem Trubachtalwanderweg (Blau-Querstrich markiert) folgend bis Obertrubach. Bereits in Untertrubach sollten wir einen Blick in die schöne St. Felicitaskirche (Lt. Felicitas: Glückselige) werfen, die auf Mitte des 11 Jahrhunderts zurück datiert werden kann und sonst noch viele Sehenswürdigkeiten, wie die Figuren des heiligen Kaisers Heinrich und seiner Frau, der heiligen Kunigunde aufweisen kann. Von der Kirche aus gehen wir ca. 400 Meter auf der geteerten Dorfstraße bis zu 2 großen, uralten Linden, dort biegen wir rechts in einem Feldweg ein. Vorbei an der Bergwachtstation erreichen wir auf einem sehr schönen Waldweg Wolfsberg. Auf dieser kurzen Etappe (ca. 900 m) können wir auf der gegenüberliegenden Talseite erst den bekannten Kletterfelsen „Zehnerstein“ sehen und kurz vor Wolfsberg die imposante Burgruine. Der Name der Burg wird erstmals in bischöflichen und bayerischen Klosterurkunden des 12. und 13. Jahrhunderts erwähnt. Wer etwas Zeit mitbringt, sollte hier in Wolfsberg den Wanderweg kurz verlassen und die Burgruine besteigen. Der Ausblick in das malerische, romantische Trubachtal lohnt allemal die Strapazen des Aufstiegs. Am Ortsende von Wolfsberg beschreiten wir ca. 50 Meter einen gepflasterten Weg und biegen dann gleich wieder halbrechts ab. Hier erwartet uns ein kleiner steiler Anstieg, bevor es wieder halblinks zur Trubach bergab geht. Diese überqueren wir auf einem Holzsteg und sehen schon wieder vor uns einen bekannten Kletterfelsen, den Hartelstein. Wir überqueren die Staatsstraße und gehen in den Wanderparkplatz. Hier sehen wir in unmittelbarer Nähe den markanten „Richard Wagner Felsen“ und rechts gegenüber die Reichelsmühle. Die vielen Mühlen im Trubachtal haben leider heute keine „Mühlfunktionen“ mehr. Die Reichelsmühle dient heute als Sägewerk. Die Wasserkraft, die früher für die Mühle verwendet wurde, wird jedoch noch in elektrische Energie umgesetzt. Nach dem „Richard Wagner Felsen“ haben wir eine Einkehrmöglichkeit beim Gasthof Treiber, Reichelsmühle. Weiter geht es zu den nächsten Sehenswürdigkeiten, die Ziegelmühle und im Anschluß, die in vielen Prospekten dargestellte Römerbrücke. Links unseres Wanderweges erhebt sich vor der Schlöttermühle ein riesiges Felsmassiv, an dem wir fast immer in unmittelbarer Nähe die Kletterer bei ihren akrobatischen Felsaufstiegen beobachten können. Und schon wieder ist die nächste Mühle sichtbar, die Hackermühle (erbaut 1547 – Hackemul oder Obermul). Nun kommen wir an den Blechstein, im 16. Jahrhundert Grenzscheide der Pflegeämter Hiltpoltstein, Pottenstein und Betzenstein. Hier am Kinderspielplatz, vorbei am Gnadenbild der heiligen Dreifaltigkeit, verlassen wir den Trubachtalwanderweg und folgen dem Frankenweg (Rotbrauner Balken mit Aufschrift Frankenweg) Da wir an dieser Stelle direkt vor der Ortschaft Obertrubach sind, sollten wir uns überlegen, diesen wunderschönen Ort zu besuchen. Die Steinzeitsiedlung, die Trubachtalquelle und vor allem die Pfarrkirche St. Laurentius sowie die vielen kulinarischen Gaststätten sind einen Abstecher in das Dorf wert. (Gaststätten: Cafe Leistner, zur Post, Fränkische Schweiz sowie Pension Regina) Auf dem gut ausgeschilderten Frankenweg, einem der ersten zertifizierten Wanderwege, geht es nun immer leicht bergauf nach Hundsdorf. Wir laufen nun nordöstlich bis zum Obertrubacher Kindergarten St. Marien. Um diesen laufen wir links herum und kommen dann, vorbei an wunderbaren Streuobstwiesen und Kirschgärten auf die Hochebene nach Hundsdorf. Hier haben wir etwa nach 1,5 bis 2 Stunden die Hälfte der Strecke erreicht und die Gaststätten „zum Signalstein“ oder der „Friedrichshof“ laden uns zur Stärkung ein. Die nächste Etappe führt uns von Hundsdorf zum Signalstein. An der Hundsdorfer Kapelle biegen wir links in einen Feldweg ein. Nach ca. 500 Metern kommen wir wohl an einer der außergewöhnlichsten sowie humorvollsten Wetterstation vorbei. Kurz danach kommen wir an dem Übungs- und Ausweichsportplatz des SV-Wolfsberg vorbei, bevor wir gleich danach halbrechts am Rande einer Wiese nun bergab, gleich wieder durch einen schönen Waldweg zur Überquerung der Verbindungsstraße Wolfsberg – Geschwand kommen. Nun geht es bis Sorg über einen fein geschotterten Waldweg bergauf. Auf dem Weg kann man immer wieder bizarre Stein- und Felsformationen sowie auf der linken Seite des Weges einen Hüllweiher bewundern. In Sorg angekommen, sollte man kurz den Frankenweg verlassen, um links zum Signalstein und zu der unter den Kletterern bzw. Freeclimbern sehr bekannten „Klagemauer“ zu kommen. Den Signalstein (582 Meter) kann man über eine Metallleiter, Schwindelfreiheit vorausgesetzt, besteigen. Hier hat man einen wunderbaren Rundblick bis Erlangen, Nürnberg und Bayreuth, der leider teilweise von hohen Bäumen behindert wird. Am Wanderweg zurück, kommen wir nach ca. 50 Metern auf die Verbindungsstraße von Geschwand nach Dörfles, von der wir nach ca. 100 Metern an der Bushaltestelle nach rechts in einen Feldweg einbiegen. Kurz darauf gehen wir rechts am kleinen Felsdörfchen Dörfles vorbei, überqueren die Verbindungsstraße Affalterthal – Dörfles und gehen teilweise steil bergab bis nach Hammerbühl. In Hammerbühl angekommen gehen wir rechts ca. 50 Meter, dann links ca. 100 Meter. An der Kreuzung, Gräfenberg, Egloffstein, Geschwand, gehen wir links dem Gehsteig entlang und überqueren die Straße nach Obertrubach – Untertrubach, sowie die Trubach und kommen wieder auf den Trubachtalwanderweg. Vorbei an der Hammermühle und dem Backhaus Wirth, geht es kurz vor der Sägemühle links bis zur Staatsstraße. Hier gehen wir ca. 100 Meter rechts und überqueren links die Staatssraße wieder. Entlang der alten Teerstraße, die kurz bergauf geht, eröffnet sich uns nun ein faszinierender Blick über das Trubachtal in das Großennohetal mit dem Dörnhof sowie dem Felsmassiv des Burggrafstein. Unsere Wanderung endet am Wanderparkplatz in Haselstauden ca. 400 m weiter in Untertrubach. Es grüßt uns auch schon von Weitem der Untertrubacher Kirchturm. In Untertrubach gibt es eine Einkehrmöglichkeit im Gasthaus „zum Kerchalöchla“ (nicht durchgehend geöffnet), oder man legt vor der Heimfahrt eine kleine Rast vor dem Brunnen der Felicitaskirche ein. Die gesamte Strecke ist etwa 13 km lang und weist Höhenunterschiede von 361 bis 557 Meter sowie eine Steigung und Gefälle von 421 Metern auf. Je nach Jahreszeit kann eine abwechslungsreiche Flora und Fauna bewundert werden. Gut gepflegte Rastmöglichkeiten bieten dem Wanderer zudem Ruhe und herrliche Ausblicke.
Agnes und Wilfried Kirsch Untertrubach 30 91286 Obertrubach
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Stand: 27.05.09 |